Monika Roscher ist eine mehrfach ausgezeichnete Komponistin und Gitarristin sowie Bandleaderin der gefeierten Monika Roscher Bigband.

Sie studierte Jazzgitarre bei Peter O’Mara und Komposition bei Gregor Hübner an der Hochschule für Musik und Theater München. Neben den Werken für ihre Bigband komponiert Roscher auch zeitgenössische und Bühnenmusik.

Roscher schrieb die Live-Musik für Ulrich Rasches Theaterinszenierungen Das große Heft (Staatsschauspiel Dresden), Woyzeck (Theater Basel) und Elektra (Residenztheater München), die Publikum und Kritik mit hypnotischer Klanggewalt gefangennahmen. Die mehrstündigen Kompositionen für Streicher und Rhythmusgruppe sind dabei integraler Bestandteil der Inszenierung. Zu Das große Heft bemerkte der Deutschlandfunk exemplarisch: „Musik, Licht, Bühne und Schauspiel greifen perfekt ineinander“. Der Spiegel sah ein „kolossales Bühnenereignis“ mit „infernalisch jauchzender Musik“, die Süddeutsche Zeitung beschrieb die Komposition als „archaischen Minimalismus“ zwischen Rammstein und Steve Reich. Das große Heft und Woyzeck wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen.
Sie schrieb die Musik für Nora Schlockers Inszenierung von Agnes Bernauer und Claudia Bauers Inszenierung von Die Präsidentinnen am Residenztheater München und spielte E-Gitarre in Sebastian Baumgartens Inszenierung von Peer Gynt am gleichen Haus.
Sie schrieb Werke für Streichquartett und Hackbrett-Ensembles (erschienen im vierdreiunddreissig-Verlag), sowie Werke für große Besetzung, darunter eine Fantasie für Orchester und ein Dies Irae für gemischten Chor, Blasorchester und Orgel.

Roscher ist Teil des Munich Composers Collective (MCC) unter der Leitung von Gregor Hübner. Roscher arbeitete als Gitarristin u.a. mit der New Yorker Avantgarde-Legende Elliot Sharp zusammen (Cleanfeed Records). Als Sängerin ist sie auf Gerd Baumanns Filmsoundtracks zu „Beste Chance“ (Regie: Marcus H. Rosenmüller) und „Spieltrieb“ (nach dem Roman von Juli Zeh) zu hören. Sie hielt eine Gastprofessur für Komposition an der Hochschule Osnabrück und leitet regelmäßig Bigband-Workshops.

Zum Release des dritten Albums der Monika Roscher Bigband gründete sie ihr eigenes Label Zenna Records.